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Bretter, die die Welt bedeuten

Aktualisiert: 15. Okt. 2022






Viel ist passiert in diesem Jahr. Ich habe mich getraut, mit igdra space live zu gehen und mich transparent in Social Media Kommentaren, Posts, Blogartikeln und dem Podcast zu zeigen. Auf die Bühne zu gehen, die im Volksmund, "die Bretter" sind, "die die Welt bedeuten". Und ich bot auch hier im Blog und Podcast schon einigen anderen Raum, sich anonym oder ganz offen mit ihren Ideen und Projekten zu zeigen. Ein guter Anfang würde ich sagen. Ich habe viel gelernt und über den Austausch mit Menschen allen Alters und verschiedensten Lebenserfahrungen herausgefunden, wie und in welcher Form sich igdra space einbringen kann, um gemeinsam mit anderen die Welt zum Positiven zu gestalten. Hierfür konnte ich mich immer mehr herausnehmen und Privatwirtschaftliches vom rein Gemeinnützigen klarer trennen. Ich bin umgezogen. igdra space zieht gerade um.


igdra space ist nun auf einem guten Weg, die Plattform zu werden, in der sich im Podcast und Blog die Community natürlich und gesund weiter ausbilden kann. Wo sich Initiatoren von Sozial- und Kulturprojekten vorstellen, Menschen sich einbringen und Unternehmen ihre CSR- Strategie gezielt umsetzen können in ihren jeweiligen Herzensprojekten.


Wir haben Menschen an Bord, die sich für Waisenkinder von ethnischen Minoritäten in Nordvietnam einsetzen, um ihnen Nahrung, Kleidung, medizinische Behandlungen, Bildung und eine Ernährungsgrundlage zu bieten, um sie so vor Menschenhandel und Sklaverei zu bewahren und ihnen überhaupt erst die Möglichkeit zu bieten, sich mit ihren Innenwelten in einer möglichst sicheren Außenwelt zu beschäftigen.


Wir haben Kinder, die sich für die Obdachlose in einer norddeutschen Hansestadt einsetzen und hierbei ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Wir haben Kunstpädagog:innen und Therapeut:innen, die Menschen dabei helfen, durch Kunst, Musik und meditative Körperübungen gesunde Beziehungen zu sich selbst und anderen Menschen aufzubauen.

Wir haben erfahrene Berater:innen und Coachs und Erzieher:innen, die viele Jahre schon mit Kindern und Erwachsenen arbeiten und emotionale und soziale Kompetenzen stärken. Und wir haben Märchenerzähler und Kulturschaffende, denen die schöpferische Kraft der Vorstellung und der Sprache als verbindendes und Zukunft gestaltendes Medium nur allzu bekannt ist. Und wir heben gemeinsam auch den speziellen Schatz der Kulturanthropologie. Hier im Blog und im Podcast werden wir noch viel von ihnen allen hören.


Und dann haben wir mich.

Von all diesen Menschen habe ich viel gelernt und festgestellt, dass auch ich ein besonderes Verhältnis zu Kindern und Jugendlichen habe, das ich nutzen will, um von ihnen zu lernen und ihnen einen Raum psychologischer Sicherheit zu geben, in dem sie Fragen stellen und ihre eigenen Empfindungen verstehen und äußern lernen.

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war meine Woche in der Richtsberg-Gesamtschule in Marburg.

Die Lehrerinnen haben mir gezeigt, wie ich neue Tische für die Schüler:innen im neuen Schuljahr bauen kann.


Und ich genoss wieder einmal die Kraft, die in der Ruhe und meditativen Arbeit mit Holz und meinen Händen liegt. Ein paar Schüler:innen kamen zu mir und während wir gemeinsam arbeiteten, redeten wir und lernten uns kennen. Ich liebe es sehr, wenn sich Menschen mir öffnen. Es ist ein heiliger Raum, der sich da offenbart und eine wunderbare Chance, sich in diesem Raum zu verbinden. Besonders einem Mädchen konnte ich in der Zeit offenbar helfen. Ich sprach von meinen Lebenskrisen und was mir geholfen hat, weiterzugehen; dass das Lernen in und durch sie es waren, das mich nun dazu brachten, hier und jetzt an diesem Ort zu sein und durch mein Zuhören ihr zu helfen; mit igdra space anderen zu helfen, mit Schicksalsschlägen oder schwierigen Situationen zurechtzukommen. In sich zu hören, ob Akzeptanz, Loslassen oder das Kämpfen und dadurch Neues schaffen, der für sie persönlich richtige Umgang in genau diesem Moment ist, um im Leben durch das dunkle Tal zur "Nektartür" zu gehen und seinen persönlichen Platz und dann den persönlichen Weg für die Weiterreise zu finden.


Am Ende fühlten wir uns alle besser und konnten auch Ergebnisse vorweisen, die uns zufrieden stimmten. Wir hatten etwas geschafft. Etwas schaffen, etwas schöpfen. Weniges auf der Welt macht uns glücklicher und zufriedener. Ein Freund aus Hyderabad, Indien, sagte mir einmal "die Schöpfung liegt bei Brahma, die Zerstörung bei Shiva, aber die Dinge zu bewahren, das ist die wahre Kunst und dies ist Vishnus Weg."

Natürlich weiß ich mittlerweile, dass Shiva (und Kali) nur zerstören, um daraus wieder etwas Neues, etwas Gutes und Gesundes zu erschaffen.

Wie wir diese Bretter für die Schultische.


Meine Zeit der Zerstörung liegt nun hinter mir. Sie war wichtig und notwendig, um Raum für Neues, Gutes, Gesundes zu schaffen. So, wie igdra space und diese Bretter in der Richtsberg Gesamtschule. Als Resultat auf dem Schöpfungsweg und Bewahrungsweg des igdra spaces, sind diese Bretter für mich "Bretter, die die Welt bedeuten."


Ein großer Dank geht an alle Schüler:innen und Lehrer:innen an der RGS - ich freue mich drauf mit der igdra space community Euren besonderen Weg weiterhin zu unterstützen.


Nora


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